Aktuelles - Januar 2014


Albert-Schweitzer-Gemeinschaftsschule

A k t u e l l

Elternbrief Januar 2014

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

„Das Ende der Normalität“ – in diesem sehr lesenswerten Büchlein aus dem Jahre 2011 beschreibt der Autor Gabor Steingart die Veränderungen unserer Gesellschaft im Laufe der letzten Jahrzehnte. Wie sehr dieser Titel auch mit unserem Schulleben zu tun hat, verdeutlichen einige Ereignisse der letzten Wochen:

Drei Schülerinnen verlassen in einer spontanen Aktion den laufenden Unterricht, um sich beim Schulleiter über die Lehrkraft zu beschweren. Wenige Tage später ruft ein Schüler – ebenfalls aus dem laufenden Unterricht heraus – die Polizei an, weil ihn eine Mitschülerin geschlagen hat. Andere Schülerinnen und Schüler – und hier sprechen wir nicht mehr von Einzelfällen – betrachten den Unterricht lediglich als Angebot, das man annehmen kann oder auch nicht. Sie erscheinen sporadisch oder gar nicht mehr. Auch das gehört inzwischen zur neuen Normalität.

Neben diesen Problemen des Alltages stehen allerdings zurzeit einige grundsätzliche Fragen auf der Agenda der ASG: Zum einen geht es um die Unterrichtsstruktur und die Frage: Soll das Kurssystem in der bisherigen Form beibehalten werden? Gemeint ist damit die Gliederung des Unterrichts in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik in Grund-, Aufbau- und Erweiterungskurse. Soll dieses System lediglich modifiziert oder gänzlich abgeschafft werden?

Mit dieser und anderen wichtigen Fragen wird sich die Schulkonferenz auf ihrer Sitzung am 04. Februar 2014 befassen. Die Einladung dazu finden Sie auf der Homepage der Schule. Als Eltern gehören Sie zur Schulöffentlichkeit und können als Gäste – nach Anmeldung – an der Sitzung teilnehmen.

Zum anderen geht es um die wichtige – kommunalpolitische – Frage: Soll die ASG eine eigene gymnasiale Oberstufe erhalten? Die Vorteile liegen auf der Hand. Die Stadt Schwentinental würde einerseits nicht unerhebliche Schulkostenbeiträge einsparen und würde ein komplettes Schulangebot von der Grundschule bis zum Abitur vorhalten. Die Schülerinnen und Schüler hätten 9 Jahre Zeit bis zum Abitur und die Schule könnte selbst entscheiden, wer in den 11. Jahrgang versetzt würde. Die zweitbeste Lösung – die Kooperation mit einem beruflichen Gymnasium – würde immer noch bedeuten, dass die Schülerinnen und Schüler einen bestimmten Notenschnitt erbringen müssen, um aufgenommen zu werden. Ein solcher Kooperationsvertrag könnte allerdings erst im Schuljahr 2014/2015 geschlossen werden und im darauf folgenden Schuljahr in Kraft treten. Zurzeit fehlen noch die rechtlichen Grundlagen.

In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass der wegen des Orkans ausgefallene Informationsabend zum Thema „Weiterführende Schulen“  am 30. Januar 2014 in der Cafeteria der Schule stattfindet, Beginn ist um 19.00 Uhr. Um besser planen zu können, bitten wir um Anmeldung im Sekretariat.

Wir alle wissen, dass die ASG alleine von der Anzahl der Schülerinnen und Schüler zu klein für eine eigene gymnasiale Oberstufe wäre; die Situation sieht allerdings schon anders aus, wenn man die Schülerinnen und Schüler der neuen Außenstelle in Selent hinzuzählt. Und schließlich darf man nicht vergessen, dass eine eigene Oberstufe die Attraktivität der Schule und damit die Zahl der Anmeldungen deutlich erhöhen würde.

In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass die organisatorische Verbindung beider Schulen, der ASG in Schwentinental und der Grund- und Regionalschule in Selent, durch das Bildungsministerium inzwischen genehmigt wurde. Gerüchte, dass in Schwentinental angemeldete Fünftklässler in Selent eingeschult würden, um den dortigen Standort zu erhalten, entbehren jeder Grundlage!

Um nach diesem Exkurs noch einmal auf die Oberstufe zurückzukommen: Das entscheidende Wort in dieser Frage hat nicht die Schule, sondern der Schulträger, die Stadt Schwentinental. Sie müsste zunächst einmal eine Oberstufe wollen und beantragen; die endgültige Entscheidung liegt dann beim Bildungsministerium.

Ein nächster wichtiger Termin zu diesem Thema ist ebenfalls der 30. Januar: Der Ausschuss für Schule, Kultur, Paten- und Partnerschaften wird sich auf seiner Sitzung um 19.00 Uhr im Bürgerhaus Klausdorf u.a. mit diesem Thema befassen. Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass die Anwesenheit interessierter Eltern signalisieren würde, dass dieses Projekt auch von Ihrer Seite unterstützt wird.

Schulen sind lernende Systeme – zumindest sollten sie das sein. Nachdem im letzten Schuljahr kein Schulentwicklungstag stattgefunden hat, wird es in diesem Jahr anders sein: Am Montag, dem 17. Februar 2014 findet ein solcher Tag statt. Inhaltlich geht es um eine kritische Bestandsaufnahme und die Positionierung der Schule für die Zukunft. An diesem Tag ist für die Schülerinnen und Schüler unterrichtsfrei.

Ähnlich sieht es am Freitag, dem 14. Februar aus: An diesem Tag beginnt für die Schülerinnen und Schüler, die den mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) anstreben, die Prüfungszeit. Sie legen ihre Projektprüfungen ab. Für alle anderen Schülerinnen und Schüler bedeutet dies unterrichtsfrei. Damit haben die meisten Schülerinnen und Schüler ein langes Wochenende, das den langen Turn von Weihnachten bis Ostern unterbricht.

Ein weiterer wichtiger Termin in der nahen Zukunft ist der Elternsprechtag am Dienstag, dem 11. Februar 2014. Hierzu erhalten Sie die Einladung mit den Zeugnissen.

Was die Versorgung mit Lehrkräften angeht, wird sich die Situation zum 2. Halbjahr weiter verbessern! Von der Regionalschule Plön wird eine Kollegin mit 20 Wochenstunden an unsere Schule kommen; eine weitere Vollzeitstelle werden wir kurzfristig besetzen. Damit haben wir endlich die personellen Ressourcen, um die beiden großen 6. Klassen zu teilen. Im Laufe dieses Schulhalbjahres werden also einige entscheidende Stellschrauben für die – neudeutsch – Zukunftsfähigkeit der Schule gedreht.

Ich selbst werde an dieser Zukunft keinen aktiven Anteil mehr haben; mit Ablauf dieses Schuljahres trete ich in den Ruhestand.

Über die Besetzung der Stelle lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch nichts sagen; in der Regel sollen frei werdende Stellen ausgeschrieben werden.

 

Ihnen und Ihren Kindern wünsche ich ein erfolgreiches 2. Schulhalbjahr und verbleibe mit freundlichen Grüßens

 

Ihr

Gerhard Kreft - Rektor