Berufsinfo 2001


Berufsinformationsmesse 2001

Am 14.Februar fand die zweite Berufsinformationsmesse, veranstaltet von der Realschule und dem Handels- und Gewerbeverein, statt. In diesem Jahr gab es ein noch breiter gestreutes Angebot an Berufsinformationen für Schüler und Eltern als im vorigen Jahr, besonders weil sehr unterschiedliche Fachrichtungen vertreten waren. Dies kann man auch aus der Liste der teilnehmenden Firmen und der von ihnen vorgestellten Berufe ersehen.

Autohaus Raisdorf (Kfz-Mechanikers ), Firma Giesecke (Elektroinstallateur), Firma Buchholz Hydraulik (Zerspannungsmechaniker), Krüger Caravan (Groß-und Einzelhandelskaufmann/frau). Und außerdem die Gemeinde Raisdorf (Verwaltungsfachangestellte/r), Fr.Nack (Steuerfachangestellte/r), Fr.Blockhoff (Rechtsanwalts- u. Notarfachangestellte/r), die Sparkasse Kreis Plön (Bankkaufmann/frau), die Apotheke am Rathaus (Apothekenhelfer/in), die Bäckerei Baumann (Bäcker), das Hotel Rosenheim (Koch/Köchin,Hotelfachwirt/in), das Jugendaufbauwerk (Metallmaler, Metallhandwerker, Gartenwerker), die Firma Oskar Petersen (Gärtner, Landschaftsbau), die Provinzial (Versichrungskaufmann/-frau), Kreisjugendring (Beikoch / Köchin, Hauswirtschaftshelfer/-in), Polizei (Polizist/in), Bundeswehr (verschiedene Berufe). 

Wir befragten Schüler und Lehrer und Besucher nach ihrer Meinung zu dieser Veranstaltung. 
Lambert Postel (Klassensprecher 9b): ,,Das ist eine sehr große Hilfe, die den Schülerinnen und Schülern auf dem Weg des Erwachsenwerdens gegeben wird. Und es findet ja auch großen Anklang auf Seiten der Schülerinnen und Schülern ."
Tim Dibbern ( Klassensprecher 9a): ,,Ich finde die Verpflegung sehr gut, und Frau Pendzich hat alles im Griff."
Steven Hübener (8c):" Ich finde diese Messe sehr interessant, das Programm ist sehr reichhaltig und für die Verpflegung ist auch sehr gut gesorgt."
Ann Kathrin Macha (9b): ,, Mir persönlich hat diese Messe nicht sehr viel geholfen, weil nicht die Berufe hier waren , die mich interessieren ."
B. Schwarze (Elternvertreterin 9b): ,,Ich finde diese Einrichtung absolut lobenswert , ich denke, dass die meisten der Schüler sich hier Infos herausziehen können, auch wenn nicht alle Berufe hier ausgestellt sind. Ich möchte auch dafür plädieren, dass diese Art der Messe hier jedes Jahr stattfindet .
Manche machten auch ihrem Unmut über die relativ geringe Zahl der Schüler, die an diesem Tag zur Messe gekommen waren, Luft!
Stefano Porceddu (9b): ,,Ich finde es traurig, dass hier so wenig Leute sind, denn es ist sehr wichtig für die Zukunft und ich finde, dass die Leute aus den 9.und 10. Klassen auch mal ein bisschen mehr Interesse zeigen können."

G. Kreft (Schulleiter Realschule Raisdorf): ,,Die Idee ist gelungen, die Umsetzung ist auch gut und das Angebot der Firmen ist vielfältig, aber der Zustrom der Eltern und Schüler ist ausgesprochen gering! Deshalb sollte man überlegen, ob dieses Angebot weitergeführt und wie man es weiterführt, ob man das zweijährig macht oder auf ganz andere Weise. Der Tag heute gibt einem zu denken!"

Vertreter der Firma Oskar Petersen : "Diese Messe ist eine gute Idee, doch es ist schade, dass eine so geringe Nachfrage an unserem Stand ist!" 
Der Vertreter hatte auch gleich einen guten Verbesserungsvorschlag !
,,Man könnte ja Zettel verteilen, auf dem man Fragen beantworten müsste und am Ende würde man dann Gewinne auslosen. Dann würden sich die Schüler auch wirklich informieren und nicht nur die Zeit totschlagen!"
Ich denke, dass man mit dieser Messe zwar nicht alle Schüler ansprechen konnte, es gab aber doch eine vielfältige Auswahl verschiedener Berufe. Wir würden uns freuen, wenn diese Veranstaltung in den nächsten Jahren stattfinden würde, vielleicht stößt sie im nächsten Jahr auch auf größeres Interesse seitens der Schüler.

Mette Göttsch, R9b/00/01 

 

Die Kieler Nachrichten schrieben am Freitag, 16.2.2001

Welcher Beruf darf´s denn sein?

In Raisdorf gibt es 100 Ausbildungsplätze - Handels und Gewerbeverein stellte sich vor

(Bis auf Kürzungen blieb der Artikel unverändert) 


Raisdorf(mag) "Wozu in die Ferne schweifen?", heißt das Motto, an das sich Lehrstellen suchende Jugendliche aus Raisdorf getrost halten können. Immerhin gut 100 Ausbildungsberufe, so hat der örtliche Handels- und Gewerbeverein errechnet, werden direkt in Raisdorf oder in der unmittelbaren Umgebung angeboten. Einen Teil dessen, was möglich ist, hat der Verein am Mittwochnachmittag bei der zweiten Berufsinformationsmesse in der Realschule präsentiert.
.............. Wer sich umguckte, hatte demzufolge den Herbst 2002 im Blick. Real- und Hauptschüler also, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen.


Aufs Schnuppern folgt das Praktikum -


Benjamin Baldowski kam voriges Jahr bei der Premiere dieser Berufsmesse mit dem Betrieb in Kontakt, bei dem er seit wenigen Monaten das Einmaleins des Elektroinstallateurs lernt. "Macht Spaß" sagt der 16-jährige, der seine Arbeit bei der Firma Giesecke "auf jeden Fall besser als Schule " findet. So wie Benjamin an seine Lehrstelle gekommen ist, stellt sich der ideale Verlauf dieser Informationsschau dar. Dem ersten Beschnuppern bei der Messe folgt ein Praktikum, dann noch ein Umfassender Eignungstest und schließlich der Lehrvertrag. "Bei Mathe und Physik muss die Leistung stimmen" beschreibt Ausbilder Axel Horn das Anforderungsprofil. Genauso wichtig ist zudem ein technisches Grundverständnis, das nicht mit Test und Noten zu messen ist, sondern "in den Fingern sitzt". Deshalb das Praktikum, das heutzutage auch in zahlreichen anderen Firmen die erste Stelle der Lehre darstellt. ...............
Mädchen würde der Elektrobetrieb ebenfalls einstellen, allein es fehlt bisher an Bewerberinnen. "Nee Technik ist nicht so mein Ding", bestätigte prompt Denise Järv.
Sie guckte sich auf der Messe lieber nach Verwaltungs-Jobs um, aber auch nach Berufsmöglichkeiten bei der Polizei oder im Hotelgewerbe. Auch ihre Freundin Julia Knaack interessierte sich "für alles, was Richtung Büro geht" und fühlte sich von den 18 Betrieben beziehungsweise Einrichtungen in der Realschule gut beraten. "Das bringt einen schon ein Stück weiter", lobt die 16-jährige.
Weil unter den 18 Ausstellern auch Institutionen wie die Industrie und Handelskammer oder die Bundeswehr waren, übertraf die Zahl der vorgestellten Berufe die Zahl der Stände bei weitem. Allein die Wehrbereichsverwaltung I bietet für zivile Bundeswehr-Mitarbeiter eine breite Palette vornehmlich technischer Berufe an. Immer noch, betonte Carsten Gambert: "Die Bundeswehr wird zwar reduziert, bleibt aber nach wie vor ein Großbetrieb mit entsprechendem Bedarf und Nachwuchs."
Als Kleinbetrieb hat die Gemeindeverwaltung Raisdorf eher wenig Bedarf an Nachwuchs, bildet aber des guten Beispiels wegen jedes Jahr zwei neue Fachangestellte aus. Und trotz der hohen Wahrscheinlichkeit, sich nach der Lehre einen anderen Arbeitgeber suchen zu müssen, sind die Stellen im Rathaus begehrt. .....

Betriebe listen freie Plätze auf -

Einen absoluten Mangelberuf hat aber sogar die Gemeinde anzubieten: Fürs Freibad sucht Bürgermeister Klaus Schade händeringend nach einem angehenden "Fachangestellten für Bäderbetrieb", wie offiziell der Schwimmmeister-Gehilfe heißt.
Beendet ist das gemeinsame Engagement von Realschule und Handels- und Gewerbeverein nach dieser Aktion übrigens nicht. Während in der Schule Berufsfindung und Bewerbungstraining verstärkt zum Thema werden, stellt der Gewerbeverein nach Angaben seines Vorsitzenden Hans-Peter Wohler-Schmidt eine Liste aller Betriebe zusammen, die Lehrstellen und Praktikumsplätze anbieten. Bis zum Sommer soll die Liste an die Raisdorfer Schulen gehen.

(Mit Genehmigung der Kieler Nachrichten)