Jugendkreistag 2007


Jugendkreistag in Plön

Am 14.02.2007 sind wir mit dem WPK - Kurs Religion zum Jugendkreistag in Plön gefahren. Als wir ankamen, gingen wir in einen großen Saal, in dem schon viele andere Jugendliche saßen. Wir setzten uns auf die Stühle und warteten darauf, dass sich etwas tat.
Nach ca. 5 Minuten war es dann endlich soweit. Wir wurden herzlich begrüßt und in drei verschiedene Gruppen aufgeteilt. Unser WPK – Kurs wurde für den Seminarraum 3 aufgerufen. Wir gingen zu dem Raum, welchem wir zugewiesen wurden und Herr Kuhr wartete bereits auf uns.
Er stellte sich als den " Moderator " vor und die Vertreter der drei Religionen stellten sich selber vor. Als Vertreter des Christentums war Probst Peterson, des Islams Frau Krausen und des Judentums Herr Simon anwesend. Jeder Vertreter der drei Religionen bekam jeweils 10 Minuten Zeit um uns eine kleine Einführung in dessen Religion zu geben.
Zuerst fing Frau Krausen an. Sie sagte uns, dass es drei wichtige Dinge im Glauben des Islams gibt:
1. Die 99 symbolische Zahlen, und da diese Zahl im islamischen Glauben wichtig ist, gibt es eine Gebetskette mit 99 Perlen, welche an Gottes 99 Namen erinnern soll.
2. Das Prophetentum
Gott schickte damals Propheten wie Moses, Mohammed und Jesus auf die Welt, um der Welt und deren Menschen zu helfen. Mohammed musste 622 v. Chr. nach Medina auswandern und begründete dort seine Glaubensgemeinschaft.
3. Die Begegnung mit Gott
Wenn wir Menschen sterben, werden wir vor Gottes Gericht stehen, deswegen wird im islamischen Glauben an die 5 Säulen geglaubt. Die 5 Säulen haben verschiedene " Namen ":
1.Säule: Das Glaubenszeugnis
2.Säule: Das formale Gebet
3.Säule: Der Sarkat
4.Säule: Das Fasten im Monat Ramadam, und
5.Säule: Die Pilgerfahrt nach Mekka.
Man kann für schlechte Taten Vergebung von Gott bekommen, indem man gute Taten vollbringt.
Als Frau Krausen fertig mit ihrer kleinen Einführung war, begann Probst Peterson mit seiner Einführung. Er erzählte uns, dass der christliche Glaube auf den des Judentums zugeht, da Jesus von Nazaret ein jüdischer Rabbiner war. Jesus sagte, dass Gott dem Menschen immer nah ist, egal wie weit er einem auch entfernt zu scheinen mag, denn Gott begegnet dem Menschen immer im Menschen. Auch sprach Jesus von der unbedingten Liebe Gottes, welche nie zu erreichen sei und man lieber auf sie vertrauen sollte. Probst Peterson fragte uns noch, ob einer von uns wissen würde, warum es Ostern gäbe. Da es ihm keiner sicher sagen konnte, erzählte er es uns:
Ostern ist das Bekenntnis zu Gottes Macht und die Auferstehung Jesu.
Nachdem auch Probst Petersen fertig war, begann Herr Simon mit der Einführung in das Judentum. Er meinte, der größte Unterschied der drei Religionen sei, dass das Christentum und der Islam nur eine Glaubensgemeinschaft sei, das Judentum aber eine Glaubens - und Volksgemeinschaft. Die Geschichte der Juden fing vor ca. 4000 Jahren an. Die Juden zogen wegen einer Hungersnot nach Ägypten und lebten dort eine Weile in Frieden, bis der Pharao die Juden versklavt hat. Die Sklaverei der Juden dauerte 400 Jahre, bis Moses geboren wurde. Moses bekam von Gott den Auftrag das Volk Israel aus Ägypten zu führen und später zerstörten die Römer 70 n. Chr. Jerusalem und die Juden wurden in alle vier Himmelsrichtungen vertrieben. Die Gebete werden auf hebräisch gesprochen und Jesus sprach damals aramäisch, ein " Dialekt " der hebräischen Sprache.
Die Kleidung der Juden ist recht unterschiedlich. Orthodoxe Juden z.B. tragen schwarze Kleidung, einen langen schwarzen Bart und eine Kopfbedeckung (Hut oder Kippa) und nicht orthodoxe Juden tragen z.B. ganz normale Kleidung.
Die Juden haben 365 Verbote und 248 Gebote (insg.613 Ge - und Verbote), welche sie befolgen müssen. Zu den Verboten gehört z.B. auch, dass sie keine Tiere mit gespaltenen Klauen oder Wiederkäuer essen, oder keine Milchprodukte mit Fleischprodukten mischen dürfen.
Als alle Vertreter ihre Religion vorgestellt haben, konnten wir ihnen ein paar Fragen zu ihrer Religion stellen. Als kein Jugendlicher eine Frage gestellt hat, haben wir mit dem Thema „Partnerschaft / Ehe in den Religionen " weitergemacht. Zuerst erzählte Probst Petersen, dass die Rolle der Frau in früheren Zeiten ganz anders war; die Frauen waren damals z.B. sozial nicht geschützt und abgesichert was in den meisten Fällen zu einem sozialen Ende, einer Scheidung oder sogar einem Ehebruch, führte. Heutzutage sind die Frauen sozial gesichert und geschützt. Jesus jedoch war gegen die Scheidung. Nachdem Probst Petersen seinen Vortrag gehalten hatte, erzählte uns Herr Simon, wie es im Judentum mit der Ehe aussieht.
Der Vater einer Braut und der zukünftige Ehemann schließen einen Vertrag ab, in dem steht, wieviel sie zahlen müssen, wenn sie sich scheiden lassen. Jedoch ist das nicht so einfach, denn der Mann muss seiner Frau den Scheidungsbrief vor Zeugen in die Hand drücken. Die Frau hat es im Gegensatz zu ihrem Mann wesentlich einfacher, denn sie kann die Scheidung verlangen, wenn sie z.B. sexuell nicht genügend versorgt wird.
Nun kam Frau Krausen: Sie erzählte uns, dass Allah Scheidungen verabscheut. Bei einer Scheidung gibt es vier Verfahren:
1. Die Scheidung auf Initiative des Mannes
2. Die Scheidung auf Initiative der Frau
3. Die Scheidung im gegenseitigen Einverständnis und
4. Die Scheidung auf Klage.
Außerdem stehen Frauen besser als Männer da, denn die Frau ist z.B. nicht zum Unterhalt verpflichtet. Jedoch sind außereheliche Beziehungen verboten.
Nachdem alle Vertreter sich zu diesem Thema geäußert haben, fragte Herr Kuhr, ob es bestimmte Symbole in den Religionen gäbe. Frau Krausen erklärte, dass im Islam die Kopfbedeckung sehr wichtig wäre, denn sie soll symbolisieren, dass niemand außer Allah über einem steht. Auch soll es davor schützen, dass die Reize der Frau nicht zur Schau gestellt werden (Hierzu dient am Besten die Burka (Burka ist ein Kopftuch und Gewand in einem). Nachdem Frau Krausen fertig war, setzte Herr Simon das Gespräch fort.
Im Judentum sollten die Frauen Kopfbedeckungen tragen. Männer haben die Pflicht eine Kopfbedeckung beim Beten und beim Essen zu tragen, da man auch vor dem Essen Gebete spricht.
Im Christentum ist es wiederum anders, erzählte uns Probst Petersen.
Früher mussten die Frauen auch im Christentum eine Kopfbedeckung tragen und durften sie nicht abnehmen, da sonst die Engel „geil“ werden könnten und herunterkommen würden.
Nachdem wir auch dieses Thema behandelt hatten, war es an der Zeit in den großen Saal zurück zu kehren.
Dort musste dann jeweils ein Gruppensprecher nach vorne treten und erzählen, was bei dem ganzen Gespräch herausgekommen war.
Danach kam noch ein Komiker, der uns einen kleinen Vorgeschmack auf eine Abendveranstaltung des 14.02.2007 gab, an dem er einen Auftritt zum Thema Religionen hatte und dann war der Jugendkreistag in Plön auch schon vorbei.



Narmina Nadjavowa und Melanie Krieger 9a